8. Thüringer Krankenhausforum

Babette Pfefferlein war heute auf dem Podium des 8. Thüringer Krankenhausforum. Es ging, wie sollte es in der derzeitigen Situation auch anders sein, um das Abfangen der hohen Kosten durch steigende Energiepreise in den kommunalen und privaten Krankenhäusern. Der Thüringer Landtag hat im Oktober ein Sonderhilfsprogramm zur Bewältigung der Energiekrise beschlossen, mit dem auch die privaten und kommunalen Krankenhäuser entlastet werden sollen, vom Bund wurden für Deutschlands Kliniken  6 Milliarden in Aussicht gestellt. Nun müssen die Gelder zügig ausgezahlt werden und bei den Adressaten ankommen.

Der Prozess um die notwendige Veränderung der Thüringer Krankenhauslandschaft war ein weiteres Thema. Der  Werkstattprozess ist dazu in vollem Gang und das „Zielbild 2030 der medizinischen Versorgung in Thüringen" wurde von einer breiten Basis von Akteur*innen erarbeitet. Um in diesen Prozess alle mitzunehmen, braucht es die Kommunikation aller - der Fachleute, aber auch der Menschen vor Ort und der Kommunalpolitik. Wir brauchen für unsere Zukunft im ländlich geprägten Thüringen gut ausgewogene Strukturen zur flächen­deckenden stationären und ambulanten medizinischen Versorgung. 

Konkrete Ideen zur künftigen ambulanten und stationären Versorgung werden ebenfalls andiskutiert. Für eine realisierbare Umsetzung brauchen wir entsprechende Rahmenbedingungen, die noch nicht vorhanden sind. Wichtig ist, dass in dieser Legislatur der 8. Krankenhausplan verabschiedet wird. Der Aufbau von mehr ambulanten Behandlungsstrukturen an den Krankenhäusern kann zwar die an den Krankenhäusern vorhandene medizinische Infrastruktur nutzen, muss aber für die Beschäftigten in den Krankenhäusern ebenso passen wie für die Patientinnen und Patienten.

Insgesamt war das eine sehr lebendige und oft auch konträre Diskussion, die das weite Spektrum aufzeigt, auf dem sich diese notwendigen Strukturveränderungen bewegen.



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