Landtag berät zu Maßnahmen gegen Energiearmut

Landtag berät zu Maßnahmen gegen Energiearmut

Babette Pfefferlein: Stärkung der Beratungsstellen wichtiger denn je!

Die Koalitionsfraktionen haben unter dem Titel „Energiearmut entgegenwirken - Notfallfonds für Thüringen“ einen Antrag ins Plenum eingebracht, der am heutigen Freitag beraten und angenommen wurde. Dazu erklärt Babette Pfefferlein, sozial- und verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: „Wir wollen mit Geld aus einem Nothilfefonds besonders belastete Menschen unterstützen. Zudem sollen die Beratungsstellen gestärkt werden. Es braucht niedrigschwellige Möglichkeiten, um problemspezifische Beratung allen zugänglich zu machen, die sie in dieser schwierigen Zeit mehr denn je brauchen.“

 

In Thüringen beraten derzeit 12 Beratungsstellen zu Energie und Verbraucher*innenschutz. Hinzukommen 14 reine Energieberatungsstellen, die Privathaushalte beraten. „Menschen mit niedrigem Einkommen müssen häufig einen großen Teil ihrer Bezüge für Energiekosten ausgeben. Diese Belastung wird weiter wachsen. Verbraucherschützer*innen beraten zu Energietarifen und Verträgen, aber auch zu Recht und Gesetz. Energie-Expert*innen beraten kompetent zu den Themen Heizen, Wärmedämmung, Strom sparen, zu energieeffizienten Geräten und erneuerbaren Energiequellen. Was aber gerade auf dieses Unterstützungssystem zukommen wird, ist mit den bestehenden Personal- und Ausstattungsschlüsseln nicht zu stemmen. Deswegen wollen wir hier aufstocken,“ so Pfefferlein.

Im Falle von bereits aufgelaufenen Schulden helfen die Schuldner*innenberatungsstellen. Auch diesen Beratungsstellen müssen dringend die nötigen Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden, um den Betroffenen mit Rat und Hilfe in psychosozialer und rechtlicher Hinsicht zur Seite zu stehen.

„Wir wollen, dass möglichst viele Betroffene möglichst schnell beraten werden können. Dafür, dass Menschen kompetente Beratung in allen Bereichen und in finanziellen Notlagen Unterstützung erhalten können – dafür müssen wir Geld in die Hand nehmen und das muss schnellstens zur Verfügung stehen“, betont die grüne Sozialpolitikerin abschließend.

 

Bei Rückfragen:

Anika Schidda, Pressesprecherin
Tel. (0361) 37 72666, (0151) 40 20 69 05
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landtagsfraktion Thüringen



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