Jedes Kind in Armut ist eines zu viel!

Anlässlich der heute veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung, dass die Kinderarmut in Thüringen zurückgegangen sei, sagt Babett Pfefferlein, sozialpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: „Wir können uns freuen, dass der statistische Anteil der von Sozialleistungen lebenden Kinder und Jugendlichen in Thüringen zurück gegangen ist, dennoch ist es kein Grund sich auszuruhen. Jedes Kind und jeder Jugendliche in Armut ist eines zu viel.“
„Es kann nicht sein, dass der Status alleinerziehend zu sein oder in einer Mehrkindfamilie zu leben immer noch ein eklatantes Armutsrisiko ist. Wir Grüne stehen für eine moderne Familien- und Sozialpolitik, die die Vereinbarkeit von Familie und sozial-, arbeitsmarkt- oder familienpolitischen Reformen voran stellt. Langfristig brauchen wir mehr Bildungsgerechtigkeit und eine Kindergrundsicherung. Eine sozial gerechte, existenzsichernde und transparente Kindergrundsicherung für alle Kinder würde durch eine Neuordnung und Vereinfachung des bestehenden Familienfördersystems einen Wechsel einleiten.“
Hintergrund: Die Quote der Kinder in Hartz-IV-Familien im Freistaat liegt zwar immer noch über dem bundesweiten Schnitt. Demnach wuchsen in Thüringen im vergangenen Jahr mehr als 48 600 Kinder unter 18 Jahren in Familien auf, die Grundsicherungsleistungen bezogen. Das waren 3720 Mädchen und Jungen weniger als noch im Jahr 2011. Der Anteil der von Sozialleistungen lebenden Kinder verringerte sich damit um 2,1 Punkte auf 18 Prozent. Das ist der niedrigste Wert in Ostdeutschland.
(http://gruene-fraktion.thueringen.de/presse; Foto: Pixabay.de)

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