Grüne begrüßen Entscheidung der Mindestlohnkommission

„Die heutige Entscheidung, den Mindestlohns ab Anfang 2017 von 8,50 Euro auf 8,84 Euro anzuheben, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, wenn auch nicht ausreichend, um Armut von Beschäftigten langfristig zu verhindern. Wir würden uns hier mehr Mut und mehr Blick in die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung wünschen.“

„Selbst das Bundesarbeitsministerium geht von einem Stundenlohn von 11,70 Euro aus, damit beim Renteneintritt wenigstens eine Rente auf dem Niveau der Mindestsicherung (770 Euro) herauskommt“, so Pfefferlein weiter.

„Uns Grünen ist es wichtig, dass Menschen vom Lohn ihrer Arbeit leben können. Deshalb werden wir uns auf Bundesebene dafür einsetzen, die missbräuchliche Nutzung von Werkverträgen und Dienstverträgen zur illegalen Arbeitnehmerüberlassung und zur Scheinselbständigkeit durch gesetzliche Regelungen wirksamer zu verhindern. Außerdem wollen wir die Überwachung der Bestimmungen des Mindestlohngesetzes sowie die Ahndung von Verstößen durch eine enge Zusammenarbeit der Arbeitsschutzverwaltung mit der Finanzkontrolle ‚Schwarzarbeit‘ unterstützen“, macht Pfefferlein abschließend deutlich.

Hintergrund:
Mit dem Mindestlohngesetz profitieren laut dem Thüringer Landesamt für Statistik Thüringer deutschlandweit am meisten vom Mindestlohn. Etwa 190.000 Jobs wurden in Thüringen unter den Schutz des Mindestlohngesetzes gestellt. Das ist ein Fünftel der Gesamtarbeitsplätze in Thüringen und betrifft vor allem Frauen.

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